07.06.2011
Trainingswettkämpfe

Um meine gute Verfassung nach Falkenstein noch ein wenig konservieren zu können, nutzte ich die Zeit, um bei einigen kleinen Trainingsrennen zwischen ruhigen Kilometern auch immer mal den Motor durchzupusten. Das gelang gleich beim Zeitfahren im Hirschbachtal am 28.5.in zweifacher Hinsicht, was unserer "Ortsunkenntnis" geschuldet war. Überpünktlich erreichten wir Eschenbach in der Oberpfalz. Nur eben leider das falsche ;o). Das ist mir bis dato immer erspart geblieben, aber man lernt ja mit allen möglichen Situationen umzugehen im Laufe der Zeit. Also rein ins Auto und so schnell es eben geht ins andere Eschenbach gerast. Keine 20 Minuten vor meinem Start erreichten wir unter Hochspannung das Gelände. Zeit zum Nachdenken war keine. Vollgas, und das kann ich richtig gut. Daß mein Körper noch im Autofahrmodus war, hatte ich vergessen. Unmerklich drängte es sich jedoch in meinen Gedankenkreis als die Beine doch ein bisschen kürzer treten wollten. So hatte ich leider am Ende der ersten Hälfte einen kleinen Hänger. Danach fand ich zu einem besseren, konstanteren Rhythmus und beendete die gefühlt ewigen 20 Kilometer im 41er Mittel auf Platz 2 in der Damenkonkurrenz. Hat riesigen Spaß gemacht und das nächste Mal werde ich mich vorher erwärmen und hoffentlich noch ein bisschen schneller fahren. Das zweite Trainingsrennen gab es dann Himmelfahrt im Nachbarörtchen Kronach beim Lucas Cranach Lauf. Aufgrund der interessanten Namensgebung und der kurzen Anreise hatte ich mich entschieden, mein zügiges Lauftraining in unbekanntem Terrain zu absolvieren. Neue Reize brauchen Auge und Körper! Als wir dann zum Abholen der Startunterlagen liefen überkam mich leichte Furcht, man müsse womöglich zweimal den kompletten Festungsberg erklimmen. Aber das blieb mir und all den anderen erspart. In herrlicher Landschaft ging es auf 2 stark profilierten Runden um die Festung und das Umland in Kronach. Den Lauf habe ich wirklich genossen. Die Bilder sagen alles. Ich hatte noch Zeit und Muse in die Landschaft zu schauen und konnte bei den Damen, ohne wirkliche Konkurrenz, ungefährdet gewinnen. Am Sonntag danach startete ich noch bei einer Staffel am Steinberger See für meine Sponsor Wechselszene. Dort übernahm ich den Radpart, den ich als zügiges Training für den kommenden Bonn-Triathlon nutzte. Und um nicht nur Sport getrieben zu haben an diesem schönen Wochenende, nutzten wir den Parkplatz am Waldrand vom Steinberger See, um uns in die feine schwarze Abendrobe zu "quälen". Gut, da haben wir Frauen Vorteile. Im kleinen Schwarzen schwitzt man wenigstens nicht so. Mit ner Punktlandung, die Autofahrt dauerte durch das Gewitterchaos länger als geplant, rannten wir mehr oder weniger ins Hofer Theater und lauschten, fast ein wenig erschöpft, virtuosen Violinenklängen. Was für ein Wochenende. Bis bald,
Euere Uli

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